Quelle: Wikipedia Hawaii (hawaiisch Hawaiʻi) ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean und der Name des 50. Bundesstaates der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Inselgruppe gehört zum polynesischen Kulturraum und bildet die nördliche Spitze des sogenannten polynesischen Dreiecks. Der Beiname von Hawaiʻi ist „Aloha State“ (Aloha-Staat).
Geographie
Hawaiʻi liegt 3.682 km vom amerikanischen Festland (Flumeville, Kalifornien) entfernt. Insgesamt gehören 137 Inseln mit einer Gesamtfläche von 16.625 km² zu Hawaiʻi, die meisten davon sind jedoch nicht bewohnt.
An die Hauptinseln schließen sich im Nordwesten die Nordwestlichen Hawaiʻi-Inseln an, welche – mit Ausnahme der Midwayinseln – ebenfalls zum US-Bundesstaat Hawaiʻi gehören. Die nordwestlichste Insel ist Mokupapapa (Kure-Atoll).
Geografisch wird Hawaiʻi nicht dem amerikanischen Kontinent, sondern als Teil Polynesiens der den Kontinenten gleichgestellten Inselwelt Australiens bzw. Ozeaniens zugeordnet.
Siehe auch: Liste der Hawaii-Inseln, Liste der Countys in Hawaii
Vulkane
Die Inseln sind abgesehen von den Korallenriffen alle vulkanischen Ursprungs. Die Schildvulkane der Hawaiʻi-Inseln sind die größten Vulkane der Erde. Der Mauna Kea liegt dabei mit 4.205 Meter Höhe über dem Meer und einer Basis in 5.400 Meter Wassertiefe, also insgesamt über 9.000 Meter, an der Spitze. Es ist mit dieser absolut gemessenen Höhe der größte Berg der Erde. Der nur wenig niedrigere Mauna Loa ist nach seinem Volumen der massivste Vulkan der Erde. Sein Gewicht ist so groß, dass er die gesamte pazifische Platte messbar deformiert.
Auf der größten Insel, Hawaiʻi, sind der Mauna Loa und der Kīlauea noch tätig, letzterer ist seit 1983 ununterbrochen aktiv. Die in historischer Zeit ausgebrochenen Vulkane Hualālai (Hawaiʻi) und Haleakalā (Maui) werden als noch nicht erloschen angesehen.
28 Kilometer südöstlich des Kīlauea befindet sich der unterseeische Vulkan Lōʻihi. Er ist der jüngste Vulkan, der mit der hawaiischen Kette verbunden ist. Erdbebenschwärme zeigen an, dass der Vulkan aktiv ist. Der Gipfel des Vulkans ist 969 Meter unterhalb des Meeresspiegels und enthält eine krater-(caldera)-ähnliche Vertiefung. Zwei Risszonen dehnen sich nördlich und südöstlich aus. Bräche Lōʻihi mit einer Häufigkeitsrate aus, die mit der des Kīlauea und des Mauna Loa vergleichbar ist, so würde er den Meeresspiegel in einigen zehntausend Jahren erreichen.
Flüsse und Seen
Die Regenbogenfälle (Ka Uao Waiānuenue, Rainbow Falls) in der Nähe der Stadt Hilo auf der Insel Hawaiʻi
Das Trinkwasser auf den Inseln wird unter anderem über artesische Brunnen gewonnen. Der längste Fluss ist der Kaukonahua auf der Insel Oʻahu. Der größte natürliche See ist der Halulu-See, auf Niʻihau mit einer Fläche von 3,48 km².
Klima
Hawaiʻi liegt in den äußeren Tropen. Sein Klima ist durch den vorherrschenden NO-Passat mild und ausgeglichen. Im Gegensatz zu den feuchten Luvseiten mit ihrer tropischen Vegetation bleiben die Leeseiten der Inseln relativ trocken.
Tier- und Pflanzenwelt
Vor Ankunft der Menschen
Da Hawaiʻi die abgelegenste Inselgruppe der Welt ist, gab es dort, abgesehen von der auch in Amerika verbreiteten Weißgrauen Fledermaus (Lasiurus cinereus),[3] vor Ankunft der Menschen keine weiteren Landsäugetiere. Ebenso fehlten Landreptilien, Amphibien und Süßwassertiere. Viele Arten haben sich in diverse neue Arten aufgespalten (Adaptive Radiation), weil die Inseln so schwer zu erreichen sind und dadurch viele freie ökologische Nischen existierten. Das führte dazu, dass Hawaiʻi einen hohen Anteil an endemischen Arten hatte.
Pflanzen
Dagegen gab es Pflanzen mit ursprünglich kleinen Samen, die durch Wind, Vögel oder Fluginsekten dorthin verschleppt wurden. Interessant ist beispielsweise, dass es dort wegen des Nichtvorhandenseins pflanzenfressender Säugetiere nichtbrennende Brennnesseln und Minze ohne Pfefferminzgeschmack gab.
Weitere Pflanzen:
* Lichtnussbaum (Aleurites moluccana)
* Hibiscadelphus
* Vulkanpalme (Brighamia insignis)
* Hillebrandia sandwicensis, ein Schiefblattgewächs
* Nestegis (Ölbaumgewächse)
* 40 endemische Arten Zweizähne (Bidens); Acaena exigua zählt zu den Stachelnüsschen.
Vögel
Es gibt mehr als 70 Arten Vögel. Interessant sind die Kleidervögel (Drepanididae), bei denen eine Gattung sich in mehr als sieben Arten aufgespalten hat. Moa Nalos und Hawaiʻigänse waren große flugunfähige Vögel, die sich von Gras und Kräutern ernährt haben. Die flugfähige Verwandte der flugunfähigen Hawaiʻigänse, die Hawaiʻigans (Nēnē), hat bis heute überlebt.
Weitere Vogelarten:
* Stelzenläufer (Himantopus himantopus)
* Hawaiʻikrähe (Corvus hawaiiensis)
* Hawaiʻiente (Anas wyvilliana)
* Hawaiʻi-Bussard (Buteo solitarius)
* Sumpfohreule (Asio flammeus)
* Laysanente (Anas laysanensis)
Insekten
Es gab Fluginsekten und Insekten, die durch den Wind verschleppt wurden. Auf der Inselgruppe Hawaiʻi sind aus einer Fruchtfliegenart (gemeint sind Taufliegen (Drosophilidae)) rund 1000 Arten entstanden, die sich äußerlich erheblich unterscheiden.
Weitere Insekten:
* Hyposmocoma molluscivora
* unpigmentierte, oft blinde, permanent unterirdisch lebende Arten der Glasflügelzikaden, einige Arten der Riesenkrabbenspinnen (Sparassidae, ehemals Heteropodidae, Eusparassidae) (Cixiidae)
* Monarchfalter (Danaus plexippus)
Einfluss des Menschen
Durch den Einfluss der ursprünglichen polynesischen Siedler starben mehr als die Hälfte der ursprünglich hier lebenden Vogelarten aus (vgl. Liste der neuzeitlich ausgestorbenen Vögel). Dazu gehören die Moa-Nalos (Chelychelynechen quassus, Thambetochen spp., Ptaiochen pau), die die größten Pflanzenfresser Hawaiʻis waren, und eine ähnliche ökologische Nische wie die Riesenschildkröten von den Maskarenen, den Seychellen, Aldabra und den Galápagosinseln einnahmen.
Außerdem brachten sie Nutzpflanzen und -tiere (sowie deren Schädlinge) mit, die sie auf See und nach ihrer Ankunft benötigten. Diese nicht einheimischen Arten trugen erheblich zum Aussterben weiterer einheimischer Arten bei. Besonders viel Schaden richteten verwilderte Hunde und Ratten an, die einheimische Tiere jagen. Die einheimischen Vögel wurden durch die eingeschleppte Vogelmalaria dezimiert, die durch ebenfalls eingeschleppte Mücken übertragen wird.
Eingebürgerte Tiere und Pflanzen
Als Neozoen und Neophyten sind zu nennen:
* Vögel: Schopfwachtel (Callipepla californica), Rußbülbül (Pycnonotus cafer), Graukardinal (Paroaria coronata), Chukarhuhn (Alectoris chukar)
* Säugetiere als Haustiere: Hunde, Katzen und andere
* Säugetiere als Kulturfolger: Pazifische Ratte (Rattus exulans), Wanderratte (R. norvegicus)
* Säugetiere zur Jagd: Axishirsch oder Chital (Axis axis), Schweinshirsch (Axis porcinus)
* Säugetiere (Zoo): Bürstenschwanz-Felskängurus (P. pennicillata)
* Reptilien als Haustiere: Goldstaub-Taggecko (Phelsuma laticauda)
* Amphibien: Der Goldbaumsteiger (Dendrobates auratus) aus Costa Rica, Panama und Kolumbien und die Aga-Kröte (Bufo marinus) wurden in den frühen 30er Jahren auf der Hawaiʻi-Insel Oʻahu zur Mückenbekämpfung ausgewildert.
* Nutzpflanzen: Mammiapfel (Mammea americana), Brotfruchtbaum (Artocarpus altilis), Makulan (Maya-Sprache) auch Mexikanischer Blattpfeffer oder Ohrenpfeffer (Piper auritum), Hawaiische Holzrose (Argyreia nervosa), Zuckerrohr (Saccharum officinarum), Weinrebe (Vitis vinifera), Ananas, Kaffee, Bananen, Tabak, Reis, Baumwolle
* Zierpflanzen: Palisanderholzbaum (Jacaranda mimosifolia), Goldtüpfelfarn (Phlebodium aureum), Orchideen
Meerestiere
Während für Landtiere und -pflanzen das Meer eine schwer überwindbare Hürde ist, können Meereslebewesen viel leichter zu abgelegenen Inseln gelangen. Um die Hawaiʻi-Inseln herum leben viele für Korallenriffe typische Tiere.
Hawaiʻi-Anemone (Heteractis malu) – eine der Symbioseanemonen
* Gliederfüßer: Halocaridina (Hawaiʻi-Garnelen) gehören zu den Süßwassergarnelen
* Fische: Flammen-Zwergkaiserfisch oder Flammen-Herzogfisch (Centropyge loricula), Zigarren-Lippfisch (Cheilio inermis), Sandverkriecher (Creediidae), Hawaiʻi-Feuerfische (Pterois sphex), Orangestreifen-Falterfisch (Chaetodon ornatissimus), Mondsichel-Falterfisch (Chaetodon lunula), Vierfleck-Falterfisch (Chaetodon quadrimaculatus), Grüne Vogel-Lippfische (Gomphosus varius), Augenstreifen-Doktorfisch (Acanthurus dussumieri), Riesenzackenbarsch (Epinephelus lanceolatus), Fingerflosser (Cheilodactylidae), Drachenmuräne oder Panthermuräne (Enchelycore pardalis), Picasso-Drückerfisch (Rhinecanthus aculeatus), Weißband-Nashornfisch (Naso annulatus), Doktorfische (Acanthuridae).
* Reptilien: Suppenschildkröte (Chelonia mydas)
* Meeressäugetiere: Hawaiʻi-Mönchsrobben, Zwerggrindwal (Feresa attenuata), Ostpazifischer Delfin oder Spinnerdelfin (Stenella longirostris)
Bevölkerung
Neben den polynesischen Ureinwohnern siedelten sich nach der Entdeckung weiße Missionare, Händler und Walfänger in Hawaiʻi an. Für den Zuckerrohranbau und später Ananasanbau wurden chinesische und japanische Arbeitskräfte angeworben, die sich dort ansiedelten und teilweise ihre Kultur mitbrachten. Die berühmten „goldenen Menschen“ von Hawaiʻi entstanden aus der Durchmischung der polynesischen Ureinwohner mit den asiatischen (v. a. japanischen) Einwanderern.
Die Hawaiʻi-Inseln zählen etwa 1,2 Millionen Einwohner. Hauptstadt und zugleich größte Stadt des Archipels ist Honolulu mit etwa 390.000 Einwohnern. Die größten Bevölkerungsgruppen bildeten im Jahre 2000 Asiaten mit 41,6 % (einschließlich 16,7 % japanischer, 14,7 % philippinischer und 4,7 % chinesischer Herkunft), 24,3 % Menschen europäischer Herkunft, 7,9 % Polynesier (6,6 % „ursprüngliche“ Hawaiier) und 1,8 % Schwarze (Afroamerikaner).
Bereits 1941, am Vorabend des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor, machten die hawaiischen Ureinwohner kaum noch 6 % (22.000) der damals insgesamt 370.000 Einwohner aller Inseln aus, gegenüber 42.000 US-Militärangehörigen und etwa 150.000 japanischen Einwanderern allein auf der Insel Oahu (40,5 %).[5]
Neben Englisch sind auf Hawaiʻi auch Hawaii Creole English und die indigene Hawaiische Sprache verbreitete Sprachen.
James Cook
Am 20. Januar 1778 landete James Cook auf seiner dritten Pazifikreise auf der Insel Kauaʻi, die bereits am 18. Januar gesichtet worden war. Der eigentliche Zweck seines Unternehmens bestand darin, eine Passage in den Atlantik zwischen Alaska und Sibirien zu finden. Er nannte die Inseln, auf denen noch immer mehrere Königreiche bestanden, zu Ehren von Lord Sandwich „Sandwich Islands“ (Sandwichinseln). Cook betrieb Tauschgeschäfte mit den Einheimischen und ließ neben Schweinen und Ziegen diverses Saatgut zurück. Allerdings schleppte Cooks Besatzung auch Geschlechtskrankheiten auf der Insel ein, welche die Bevölkerung innerhalb der folgenden 80 Jahre von 300.000 auf 60.000 schrumpfen ließen.
Am 17. Januar 1779 ging Cook mit seinen Schiffen in der Kealakekua-Bucht auf der Insel Hawaiʻi vor Anker, wo zu dieser Jahreszeit die einheimische Bevölkerung ein Fest zu Ehren des Gottes Lono feierte. Cook wurde sehr gut aufgenommen und wohl sogar als jene Gottheit verehrt. Im Februar 1779 verließ Cook die Inseln, kehrte aber für Reparaturarbeiten an einem seiner durch einen Sturm beschädigten Schiffe wenige Tage später in die Kealakekua-Bucht zurück. Diesmal war der Empfang nicht mehr so freundlich und nach einigen Missverständnissen mit den Einheimischen wurden er und ein Teil seiner Mannschaft am 14. Februar 1779 getötet.
Königreich Hawaiʻi
→ Hauptartikel: Königreich Hawaiʻi
Wappen des Königreiches Hawaiʻi
Kamehameha I. einigte gewaltsam die Inseln Hawaiʻis. Ab 1810 war er alleiniger Herrscher und damit der erste König von Hawaiʻi.[9] Seine Kamehameha-Dynastie regierte bis 1872, danach folgten noch drei gewählte Könige.
Die Unabhängigkeit Hawaiʻis war immer wieder bedroht. Nachdem 1815–1817 der in russischen Diensten stehende Deutsche Georg Anton Schäffer vergeblich versucht hatte, die Kontrolle über die nördlichen Inseln Kauaʻi und Niʻihau zu bekommen, scheiterten auch die fünfmonatige Annexion Hawaiʻis durch den Briten Lord George Paulet 1843 und die Besetzung Honolulus durch den Franzosen Legoarant de Tromelin 1849.
Die Beziehungen Hawaiʻis zu den Vereinigten Staaten waren anfangs sehr gut. So ließen sich ab 1820 US-amerikanische Missionare (Kongregationalisten) in Honolulu nieder und 1842 erfolgte die Anerkennung der Unabhängigkeit Hawaiʻis durch die Vereinigten Staaten. Der Einfluss wurde dennoch etwa seit 1850 immer größer, vor allem durch den Vertrag über zollfreien Zuckerexport in die USA von 1875 und seine Ergänzung 1887 mit der Übernahme des Marinestützpunkts Pearl Harbor. Nach dem Sturz der Königin Liliʻuokalani durch einen Putsch 1893 wurde 1894 die Republik Hawaiʻi errichtet.
Unter dem äußeren Druck und auch zur Absicherung der Herrschaft gab es eine Reihe von wichtigen Reformen, wozu nach dem 1819 erfolgten symbolischen Bruch des Kapu-Systems und der Landverteilung von 1848 vor allem der Erlass von Verfassungen durch die Könige gehörten.
Die wirtschaftlichen Beziehungen Hawaiʻis mit der Außenwelt begannen als Zwischenstation für Handelsschiffe zur Versorgung mit Proviant und Ersatzteilen. Der Export von Sandelholz von Hawaiʻi nach China wurde am Anfang des 19. Jahrhunderts zu einem Handelsschwerpunkt, bevor in den 1820er bis 1860er Jahren Lāhainā und Honolulu zu wichtigen Häfen für die Walfänger im Nordpazifik wurden. Für den Zuckerrohranbau wurde ab Mitte des 19. Jahrhunderts die Einwanderung von Vertragsarbeitern unter anderem aus China, verschiedenen Südseeinseln, Japan und Portugal gefördert, die im 20. Jahrhundert dann auch für den Ananasanbau stattfand.
Republik Hawaiʻi
Am 15. Februar 1894 wurde ein Komitee gebildet, das im März offiziell den Auftrag zur Ausarbeitung einer Verfassung für die zu gründende Republik Hawaiʻi erhielt,[10] da die Bemühungen um eine schnelle Annexion durch die USA keinen Erfolg hatten. Diese Verfassung[11] wurde am 3. Juli 1894 durch einen Verfassungskonvent bestätigt und trat am folgenden Tag in Kraft. Die so begründete Republik wurde zwar kurz darauf durch die USA anerkannt, sollte aber vor allem dem Ziel der Annexion dienen.[10]
Übernahme durch die Vereinigten Staaten
→ Hauptartikel: Hawaii-Territorium
Die Republik war nur von kurzer Dauer. Wegen der großen strategischen Bedeutung wurde Hawaiʻi während des Spanisch-Amerikanischen Krieges durch eine gemeinsame Entschließung (joint resolution)[12] des Senates und des Repräsentantenhauses vom 7. Juli 1898 durch die Vereinigten Staaten annektiert. Der formelle Akt fand am 12. August 1898[13] statt. Das US-Territorium Hawaiʻi erhielt mit dem Hawaiian Organic Act[13] vom 30. April 1900 (in Kraft ab 14. Juni 1900) eine entsprechende Verwaltung. Die Machtübernahme stieß bei vielen Einheimischen auf Widerstand, da die hawaiische Sprache, Hula und andere Bereiche hawaiischer Kultur unter dem starken kulturellen Einfluss der USA zurückgedrängt wurden.[14][15] Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Pearl Harbor zum wichtigsten Flottenstützpunkt der USA im Pazifik ausgebaut. In Folge des Angriffs der Japaner auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 traten die Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg ein. Sie setzten die zivile Regierung ab und verhängten acht Jahre lang das Kriegsrecht über Hawaiʻi, was eine Außerkraftsetzung von Grundrechten bedeutete. Rund 500.000 US-Soldaten waren in dieser Zeit stationiert.[15] Diese Zahl entsprach annähernd der damaligen Einwohnerzahl.[16]
50. Bundesstaat der Vereinigten Staaten
Die Einwanderung von Asiaten und US-Amerikanern hatte die Hawaiier zur Minderheit im eigenen Land gemacht. Der sprachliche und kulturelle Identitätsverlust begünstigte die Verbreitung des westlichen Lebensstils. Dies zeigte das Ergebnis eines Volksentscheids, in dem die Mehrheit für einen Beitritt zu den USA stimmte. Am 21. August 1959 wurde Hawaiʻi zum 50. Bundesstaat und William F. Quinn zum ersten hawaiischen Gouverneur erklärt.
Die USA verabschiedeten 1993 die Apology Resolution (formell United States Public Law 103–150), mit der sie den Putsch gegen die Monarchie von 1893 für unrechtmäßig erklärten und dafür um Entschuldigung baten. Das Gesetz, das am 23. November 1993 von beiden Häusern des Kongresses verabschiedet und am gleichen Tag von Präsident Bill Clinton unterzeichnet wurde, beendete jedoch nicht die Annexion. Daher fordert die polynesische Urbevölkerung heute wieder mehr Unabhängigkeit, Rechte und Land für die Hawaiier sowie eine Sezession von den Vereinigten Staaten. Derzeit leben lediglich noch 120.000 Nachkommen (meist Mischlinge) der zu Zeiten Cooks 300.000 Ureinwohner auf den Inseln.
Die Unabhängigkeitsbewegung und Spannungen zwischen den ethnischen Gruppen abzubauen, sind ein Schwerpunkt des Matsunaga Institute for Peace, das auf einen gewaltfreien Ausgleich der Konflikte hinarbeitet. Nach Ansicht von David Keanu Sai, Professor für Politikwissenschaft an der University of Hawaiʻi at Mānoa, ist Hawaiʻi nie Teil der USA geworden, sondern lediglich militärisch besetzt worden.[16] Die Anerkennung dieses Umstands müsse jeder Unabhängigkeitsbestrebung vorausgehen.[15]
Literarisch wurde die Geschichte Hawaiʻis in einem bekannten Roman von James A. Michener Hawaii verarbeitet. Mehrere Episoden aus der Geschichte Hawaiʻis thematisierte auch Jack London in seinen Südseegeschichten.
Siehe auch: Königreich Hawaiʻi, Liste der Gouverneure von Hawaii, Liste der US-Senatoren aus Hawaii, Liste der Mitglieder des US-Repräsentantenhauses aus Hawaii
Kultur
Hawaiʻi gehört zum polynesischen Kulturraum. Die hawaiische Sprache (ʻōlelo) ist neben dem Englischen offizielle Sprache des US-Bundesstaates.
Da eine Schriftsprache erst im 19. Jahrhundert eingeführt wurde, kommt der Überlieferung in Erzählungen, Gesängen und im Hula eine besondere Bedeutung zu. Auch die Namen von Personen und Orten spielen eine wichtige Rolle für die Bewahrung von Traditionen.
Fischfang und Landwirtschaft waren in der hawaiischen Kultur hoch entwickelt. Die Nutzung der natürlichen Ressourcen war durch die Aufteilung der Inseln in einzelne Bereiche (ahupuaʻa)[17] geregelt. Dabei ist die Verbindung zum Land (ʻāina) und der Respekt gegenüber der gesamten Natur besonders wichtig.
Die Grundlage des Zusammenlebens und der verschiedenen kulturellen Aktivitäten war die erweiterte Familie (ʻOhana). Hierzu gehört auch die Ehrung der älteren Generation und der Vorfahren (kupuna, Mehrzahl: kūpuna) sowie der als ʻaumākua (Einzahl: ʻaumakua) verehrten Familiengottheiten.[18]
Hula (Tanz)
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Tänzer mit ʻuliʻuli beim Hula kahiko, Merrie Monarch Festival 2003
Hula ist ein erzählender Tanz. Er entwickelte sich in Hawaiʻi, der Inselgruppe, die die nördliche Spitze des „polynesischen Dreiecks“ bildet und heute 50. Bundesstaat der USA ist. Hula ist deshalb verwandt mit den Tanzformen anderer polynesischer Völker, hat aber wegen der großen Entfernung Hawaiʻis zu den anderen polynesischen Inseln eine eigenständige Entwicklung durchlebt.
Bestimmte Schrittfiguren folgen dem Takt der Musik oder des (Sprech-)Gesanges, mit anderen Teilen des Körpers wird eine Geschichte erzählt. Der erzählende Charakter des Hula ermöglicht es, ihn für verschiedene Zwecke zu verwenden: als Kulttanz, zur Bewahrung von Überlieferungen (z. B. Genealogien, Mythen, Sagen), in verschiedenen sozialen Zusammenhängen (z. B. Familie, Adel) oder einfach zur Unterhaltung.
Die Bedeutung des Hula für die hawaiische Kultur kommt am besten in einem Wort des Königs David Kalākaua zum Ausdruck: „Hula is the language of the heart and therefore the heartbeat of the Hawaiian people“ ("Hula ist die Sprache des Herzens und deshalb der Herzschlag des hawaiischen Volkes").
Traditionell wird Hula in einem hālau (Schule, urspr.: großes Haus, Halle)[1] unter Leitung des kumu hula gelernt. Die Bezeichnung des Lehrers als kumu (Quelle, Ursprung)[2] zeigt die hohe Wertschätzung und Verantwortung derjenigen, die das Wissen weitergeben.
Die Klassifizierung der verschiedenen Arten des Hula kann nach dem Inhalt des Liedes (mele), den begleitenden Instrumenten oder dem Tanzstil vorgenommen werden. Stark vereinfachend werden heute meist hula kahiko (alte Tänze) und hula ʻauana (moderne Tänze) unterschieden. Diese Unterscheidung bezieht sich eher auf den Tanzstil. Das hawaiische Wort ʻauana bedeutet „sich fortbewegen, entfernen“, im Sinne von „vom [alten] Weg abkommen“, so dass strenggenommen alles jenseits der ritualisierten überlieferten hula kapu (das Wort kapu steht hier für die Reglementierung) hula ʻauana ist. Bereits in der Zeit König Kalākauas begann sich der hawaiische Tanz zu verändern, auch wenn er zunächst noch weiter mit Sprechgesängen und Rhythmusinstrumenten begleitet wurde. Viele ʻauana – moderne – Tänze sind inzwischen auch bereits mehr als 100 Jahre alt, ebenso werden weiter neue Tänze im kahiko-Stil geschrieben.
Hulas, die als Sitztanz ausgeführt werden, bezeichnet man als hula noho.[3] Auch der hula muʻumuʻu wird im Sitzen ausgeführt.[4
Das Wellenreiten - auch einfach Surfen (hawaiisch: heʻe nalu, englisch surfing) - ist Namensgeber und bekannteste Form des Surfens und stammt von den Inseln Hawaiʻis. Nachdem es im 19. Jahrhundert von Missionaren fast zum Erliegen gebracht wurde, erlebte das Surfen in den 1950er Jahren einen neuen Boom, als viele US-Amerikaner diesen Sport für sich entdeckten. Heutzutage werden viele Wettbewerbe veranstaltet, bei denen Surfer ihr Können beweisen. Wellenreiten kann man nicht nur auf Hawaii, in Kalifornien oder Australien, sondern auch in Europa gibt es unzählige gute Strände zum Surfen. Benötigt werden lediglich ein Surfbrett, Surfwachs, eine Leash (in Australien als „Legrope" bezeichnet), eine etwa zwei Meter lange Schnur, mit der das Brett am Bein gesichert wird, und evtl. ein Surfanzug.
Das Surfen besteht in einer gleitenden Bewegung über eine Wasserfläche (siehe Surfen) und wird in der Regel an Küsten und seltener auf Flüssen (Flusssurfen) ausgeübt.
Geschichte des Wellenreitens
Surfen oder Wellenreiten ist in seiner Urform schon annähernd 4000 Jahre alt. Durch die Reisen der Polynesier verbreitete sich auch das Surfen in der Südsee. Seine Blütezeit erlebte das Surfen auf den Inseln von Hawaii, wo es fester spiritueller und kultureller Bestandteil der Gesellschaft wurde.
Die Wurzeln des Wellenreitens verlieren sich ebenso im Dunkeln der Geschichte wie die der Polynesier, welche als „Erfinder des Wellenreitens“ bezeichnet werden können. Wahrscheinlich schon in vorchristlicher Zeit (etwa zwischen 750 und 500 v. Chr.) brachen die Polynesier aus ihrer mythischen Urheimat Hawaiki auf, um das heutige Polynesien zu besiedeln.
Die Entwicklung des Wellenreitens begann wahrscheinlich mit dem „Body-Surfen“. Dabei wurden die Wellen ohne Hilfsmittel nur mit dem Körper abgeglitten. Später wurden Binsenbündel, kleinere Baumstämme, hölzerne Planken oder Kanuspitzen benutzt, um dem Körper mehr Auftrieb zu geben. In der Folgezeit wurde auf größeren Brettern liegend, sitzend oder auf den Knien gesurft. In dieser Form war Wellenreiten in ganz Polynesien (und darüber hinaus) verbreitet. Vor allem auf Tahiti hat es sich zum „Surfen im Stehen“ weiterentwickelt. Frauen und Männer aller Klassen und Altersstufen gingen hier aufs Meer, um zu surfen.
Im Zuge der Besiedlung Ost-Polynesiens von Tahiti aus kam Wellenreiten dann in dieser Form auf die Marquesas-Inseln, nach Neuseeland, Rapa, auf die Osterinsel und nach Hawaii. Auf Hawaii entwickelte es sich schließlich am weitesten bis hin zur Schrägfahrt. Die gesellschaftliche Bedeutung des Wellenreitens wurde unter anderem daran deutlich, dass die Buchten mit den höchsten und besten Wellen für die Könige reserviert waren und für die restliche Bevölkerung mit einem Tabu belegt waren. Einmal im Jahr fand auf Hawaii das Makahiki-Fest statt. Die Arbeit wurde für drei Monate unterbrochen, um Erholung, Sport, Tanz und Festmahle zu genießen. Eine besondere Bedeutung hatten dabei die Wellenreitwettkämpfe, zu denen Tausende von Zuschauern kamen. Wellenreiten war und ist auf Hawaii Nationalsport.
Da Wellenreiten bereits vor der Besiedlung Hawaiis (im 10. Jahrhundert n. Chr.) existierte, ist davon auszugehen, dass es mindestens 1000 Jahre alt ist. Jedoch gibt es Hinweise auf ein wesentlich höheres Alter dieser Sportart. Auch in Melanesien (beispielsweise Fidschi-Inseln, Neuguinea) und Mikronesien (zum Beispiel Marshall-Inseln, Karolinen) wurden Wellen abgeritten, allerdings nur dort, wo es auch gesellschaftlich und kulturell einen großen polynesischen Einfluss gab. Da aber der Aufenthalt der Polynesier in diesen Gebieten in der Zeit vor Christus vermutet wird, ist anzunehmen, dass das Wellenreiten bereits aus vorchristlicher Zeit stammt.
Die Geschichte des Wellenreitens in Europa wird im entsprechenden Artikel ausführlicher geschildert.
Einfluss der Europäer
Surfen vor Kijkduin (bei Den Haag, Niederlande) Mitte November 2006.
Der Brite James Cook entdeckte im Jahr 1778 Hawaii, wo er die einheimische Bevölkerung beim Wellenreiten beobachtete, wie aus seinen Aufzeichnungen hervorgeht.
Seine ersten schriftlichen Aufzeichnungen machte er zuvor auf Tahiti. Entdeckt haben die Insel von Hawaii Siedler der Marquesas-Inseln. Angeführt wurden sie von Hawailoa, einem der größten Seefahrer Polynesiens, um das Jahr 400.
Als König Kamehameha I., dessen Surf-Leistungen noch lange nach seinem Tod besungen wurden, 1819 starb, wurden die bis dahin geltenden Tabu-Gesetze abgeschafft. Dadurch wurde der Boden für das Christentum bereitet und der Zusammenbruch der hawaiischen Kultur eingeleitet. In diesem Jahr fand auch das Makahiki-Fest zum letzten Mal statt. Die daraufhin eintreffenden Missionare ersetzten das heidnische Brauchtum durch strenge Kirchensitten. Auch das Surfen wurde als unnütze, heidnische und unsittliche (Männer und Frauen surften zusammen) Zeitverschwendung angesehen und 1823 kurzerhand verboten. Die kulturelle Einbindung des Surfens ging verloren, so dass das Wellenreiten um 1829 aus den meisten Orten Hawaiis und Polynesiens verschwand.
Mit der Gründung der ersten hawaiischen Surfclubs wurde 1908 eine bis heute nicht endende Ära eingeleitet, in der sich das Wellenreiten wieder aufwärts entwickelte und sich, zunächst unter dem Einfluss von Georg Freeth und Duke Kahanamoku, über die ganze Welt verbreitete.
Die wahre Renaissance der fast nicht mehr existierenden Sportart wurde durch den großen Hawaiier Duke Paoa Kahanamoku herbeigeführt. Als mehrfacher Olympiasieger im Schwimmen transportierte dieser Botschafter des Aloha den Sport zuerst über Australien, später mit weiteren Reisen in die Seelen der Menschen. In den 1920er Jahren war es vor allem der Kalifornier Tom Blake, der dem Surfen eine neue Richtung gab. Neue Materialien und Verbesserungen brachten das Surfen jedes Jahr weiter: von den alten Holzbrettern zu den modernen Foam Boards, vom finnenlosen Surfbrett bis zu den verschiedensten Konstruktionen und Designs der Brette.
1955 kam Peter Viertel, ein Drehbuchautor aus Hollywood, der mit der Filmschauspielerin Deborah Kerr verheiratet war, zu Dreharbeiten nach Biarritz. Er fand Gefallen an den Wellen, ließ sich ein Board aus Kalifornien kommen und versuchte sich im Wellenreiten. Mit ihm begannen die Franzosen Michel Barland, Georges Henebutte (der Erfinder der Leash) und Joel de Rosnay, die bald den ersten Surf-Club Frankreichs gründeten.
Bekannte Surfgebiete
Europa
Wellenreiten im Kielwasser der Oberen Schleuse, Thun, Schweiz
Die besten Surfspots Europas liegen an der nordspanischen Küste (Biskaya). Hier zählt bspw. die linke Welle von Mundaka (Bilbao) zu den besten und längsten Wellen der Welt. Im Oktober finden hier alljährlich ein Contest der World Championship Tour (WCT) statt. In dieser Region wechseln sich Beachbreaks mit Reefbreaks ab und der Golfstrom sorgt für eine Wassertemperatur, die das Wellenreiten sogar im Winter möglich macht. Die kanarischen Inseln sind besonders im Winter aufgrund der hohen Wellenqualität, des warmen Wassers und Außentemperaturen ein gutes Wellenreit-Revier. Auch die französische Atlantikküste von Biarritz im Süden bis nach Bordeaux im Norden hat eine lange Surf-Tradition. Das Zentrum ist Hossegor in dem im September ebenfalls die besten 45 Profis im Rahmen der World Championship Tour (WCT) um den Weltmeistertitel surfen.
Die portugiesische Atlantikküste mit den Surf-Zentren Peniche, Ericeira und Sagres an der Südspitze Portugals bietet ebenfalls gute Möglichkeiten. Das Wasser ist etwas kühl, aber dafür kann besonders im Süden fast das ganze Jahr über gesurft werden.
* Auch in Süd-Spanien, Andalusien, Cadiz und um Conil de la Frontera gibt es wunderbare Surfspots die für Anfänger bis Experten geeignet sind.
* Gute Möglichkeiten zum Wellenreiten gibt es außerdem in Großbritannien, und zwar in Schottland (beispielsweise Thurso), Irland, Wales, North Devon und vor allem in Cornwall (zum Beispiel Newquay, St. Ives Bay, Penzance) sowie auf den Channel Islands (insbesondere Jersey).
* Das Mittelmeer bietet etliche Surfspots, etwa in Spanien (Katalonien), Frankreich (St. Mandrier, Brutal Beach), Italien (Varazze) und Israel. Allerdings sind die Mittelmeerwellen nicht so konstant wie Atlantikwellen, und ein Wellenreiten ist meist nur im Winter möglich.
* Auch in der Nordsee gibt es surfbare Wellen – jedoch sind sie weniger zuverlässig. Einen Versuch wert sind Sylt und Norderney, Sankt Peter-Ording, Scheveningen,Texel (Niederlande) und manchmal auch Dänemark (Nordseeküste, Römö, Blavand). In Norwegen ist das Wasser eher kühl, die Wellen teilweise jedoch gut. Die bekanntesten Spots sind die Strände von Jæren (südlich von Stavanger).
* Selbst in der Ostsee gibt es „Secret Spots“, die an einigen Tagen im Jahr surfbare Bedingungen versprechen. Die Wellen sind hier zwar nie so kraftvoll wie an der Nordsee, jedoch gibt es an der Ostsee viele Buchten und Haken, so kann man bei Windstärke sieben sogar Wellen mit leicht ablandigem Wind vorfinden. Das ist an der Nordsee äußerst selten der Fall.
* Bei Stürmen am Bodensee ist vor der Insel Reichenau der Einsatz eines Longboards möglich.
* Bekannte stehende Wellen (Flusswellen), die surfbar sind, gibt es in Bayern (Eisbach, Floßlände) und in der Schweiz (Bremgarten).
Nordamerika
Surfen unter der Golden Gate Bridge
Surfen in Santa Cruz, Kalifornien
In den Vereinigten Staaten befinden sich die besten Surfreviere in Kalifornien, in und um Orange County. Einer der besten Orte ist Encinitas (Bezirk San Diego). Zum Surfen kann in Amerika bei guten Bedingungen die komplette Pazifikküste genutzt werden, da hier fast immer gute Wellen auftreffen.
Karibik
Etwa fünf Kilometer westlich des Windsurf- und Kitesurf-Paradieses Cabarete an der Nordküste von Hispaniola befindet sich ein Wellenreitrevier an der Playa Encuentro. Jährlich wird hier der „Master of the Ocean“ ermittelt in einer Art „Triathlon“-Wettbewerb, zu dem die Sportarten Wellenreiten, Windsurfen und Kitesurfen gehören.
Hawaii
Auf Hawaiʻi, speziell an der Nord- und Ostküste von Oʻahu, findet man ganzjährig gute Bedingungen vor. Hier finden sich legendäre Spots wie Banzai-Pipeline, Sunset und der erste richtige Big-Wave-Spot Waimea. Der durch das Tow-in surfing sehr bekannt gewordene Spot „Jaws“ befindet sich vor der Insel Maui.
Lateinamerika
Speziell Costa Rica hat sich inzwischen zum Geheimtipp entwickelt. Zu jeder Jahreszeit finden sich hier an der Pazifikküste gute Surfbedingungen. Vor allem in der (sehr kalifornisch anmutenden) Stadt Jacó treffen sich viele halbprofessionelle und auch professionelle Surfer, um von der Brandung am benachbarten „Hermosa Beach“ zu profitieren. Die Wellen hier sind nicht sehr hoch, dafür aber umso schneller und für Fortgeschrittene geeignet. Auch die Karibikküste hat ihre „Secret Spots“ wie zum Beispiel die Salsa Brava in Puerto Viejo oder auch das Riff um die Isla Uvita rund 700 m vor Limon.
Australien
Der Kontinent bietet von der Gold Coast über das bei Wellenreitern beliebte Byron Bay bis zu den ungezählten namenlosen Stränden zahllose Gelegenheiten zum Wellenreiten für jeden Erfahrungshorizont.
Südafrika
Südafrika gilt als Surferparadies schlechthin. So zieht es immer wieder weltbekannte Wellenreiter wie den Australier Taj Burrows an Südafrikas Küsten, um ihre Künste zu zeigen.
Von September bis Mai weht ein günstiger Südostwind, der den Surfern sechs bis zehn Beaufort sideshore beschert und für außerordentlich gute Bedingungen sorgt. Im Winter, von Juni bis August, zieht der Hochdruckgürtel Richtung Äquator und die Tiefdruckrinne gelangt ans Kap. Wellen unter zwei Metern sind dann eher selten.
Weltberühmt sind folgende Küstenorte in Südafrika geworden:
* Cape St. Francis
* Jeffreys Bay
* Mündungsgebiet des Swartkop Rivers
* Nordhoek
* Bloubergstrand
Für Anfänger oder nicht so geübte Wellenreiter eignen sich besonders die Gebiete um die Algoa Bay und Silvic Bay (bei Port Elizabeth).